Leben wir in einer Simulation?
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‚ô•: nein
RT&‚ô•: jein. m.youtube.com/watch?v=lQ4bJ8Pu

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@hyperjinx Wann es wohl öffentlich-rechtliche Peertube instanzen geben wird?

Alle sprechen von der europ√§ischen "Supermediathek" aber keiner sieht, dass es dank Peertube schon alles gibt was es daf√ľr braucht, abgesehen von viel mehr Inhalt. Noch dazu aus einer europ√§ischen Softwareschmiede.

ūü§∑ Was will man machen‚Ķ Es ist fanzinierend wie Ignorant europ√§ische Institutionen gegen√ľber europ√§ischer Software sind.

@sheogorath Es gibt nur die *Software* daf√ľr, die so etwas leisten k√∂nnte, aber die h√§tte es vorher auch schon ohne Probleme geben k√∂nnen. Sehr viel spannender bei dieser Frage d√ľrfte sein, wer diese "Supermediathek" wo und wie betreiben will. In vielen dieser Diskussionen wird leider Infrastruktur-Betrieb g√§nzlich ausgeklammert bzw. auf ein "triviales Problem" reduziert insbesondere im Vergleich zur Verf√ľgbarkeit geeigneter Software (was ich als fatale Fehleinsch√§tzung betrachte).

@hyperjinx

@z428

Das ist doch genau der Punkt warum ich auf Peertube verweise: Es w√ľrde sich am "Wer" bez√ľglich der Mediatheken betreiber nichts √§ndern. ZDF w√ľrde die ZDF mediathek betreiben, ARD, die ARD mediathek, usw. Aber alles w√§re sauber miteinander integriert und Inhalte k√∂nnten geteilt werden.

Und dank P2P player k√∂nnte der Betrieb sogar g√ľnstiger f√ľr die einzelnen Betreiber werden.

@sheogorath Den Punkt sehe ich schon. Ich wei√ü nur nicht, ob das, was Peertube zu dieser Probleml√∂sung beitragen kann, wirklich so relevant ist im Vergleich zu den sonstigen Problemen: Schieres Volumen. Menge paralleler Zugriffe. Schwierige rechtliche Diskurse (siehe etwa diesen Depublizierungs-"Unsinn"). Soweit ich das sehe, w√ľrde Peertube nur in der obersten Schicht dieses Systems Nutzen bringen, und auch dort bin ich im Unklaren, wie gro√ü er wirklich w√§re...

Genau deshalb muss die technische Debatte zu #AlternativePlattformen um die Frage Plattform-Governance erg√§nzt werden. Eine Frage ist dabei, ob #SocialMediaGenossenschaft und #√ĖffentlichRechtlichesSocialMedia geeignete Tr√§gerstrukturen auch f√ľr gr√∂√üere demokratisch selbstverwaltete Instanzen sein k√∂nnten. Auch f√ľr die Frage einer transparenten, werte- und regelbasierten Moderation muss eine L√∂sung gefunden werden.
gruene.social/@stefka/10310498
@hyperjinx‚Äč
@sheogorath @hyperjinx

@z428
Eine f√∂derierende Plattform ist doch eine gute L√∂sung f√ľr eine europ√§ische "Supermediothek": Jede Inhaberin von Inhalten hostet die eigenen Inhalte. √úber die F√∂deration k√∂nnen alle Medien √ľberall gefunden und verlinkt werden.

@sheogorath @hyperjinx
@stefka

@peter Ja. Aber IMHO l√∂st die nur ein kleines Problem - und keines, was man nicht etwa mit einzelnen Mediatheken in bei den einzelnen Betreibern selbst gehosteten Websites nicht auch l√∂sen w√ľrde. Das ist mein einziger Punkt an der Diskussion. ūüėČ

@sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

Der Zugewinn liegt in eine gemeinsam nutzbaren Oberfl√§che und der der darunterliegenden Technik die es erm√∂glicht Lasten auf viele Schulter zu verteilen. Damit entsteht ein gemeinsamer Index von Files die verteilt geostet sind. Ein gemeinschaftlicher Index √ľber den man selber Kontrolle aus√ľben kann - ein Ersatz f√ľr Google & Co. Das ist durchaus ein bedeutender Zugewinn, w√ľrde ich sagen.

@Nachbarschaft Prinzipiell bin ich mir durchaus im Klaren, wo die Vorteile verteilter L√∂sungen gegen√ľber zentralen Ans√§tzen liegen (gleiches gilt √ľbrigens auch f√ľr die Nachteile). Diese Erkl√§rung wirkt mir allerdings etwas ... unschl√ľssig zwischen "verteilt" und "zentral" balancierend. Viele der angef√ľhrten Punkte lassen sich durchaus auch als Vorteile zentraler Ans√§tze ins Feld f√ľhren. ūüėČ

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

sorry aber deine Posts verstehe ich nicht... weiß nicht worauf Du hinaus willst...

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

ich meine so was wie:

"Sehr viel spannender bei dieser Frage d√ľrfte sein, wer diese "Supermediathek" wo und wie betreiben will. In vielen dieser Diskussionen wird leider Infrastruktur-Betrieb g√§nzlich ausgeklammert"

verstehe ich nicht...

Insitutionen sollten einfach anfangen z.B. PeerTube zu nutzen und weiterentwickeln. PUNKT.

Fankt ist - die meisten Insitutionen wissen noch garnichts von solchen verteilten Systemen.

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft Meine initiale Frage sollte im Kern sein: Welches Problem w√ľrde f√ľr einen √∂ffentlich-rechtlichen Mediatheken-Betreiber durch PeerTube gel√∂st werden, das er jetzt nicht schon anders gel√∂st hat? Mich st√∂rt derzeit etwas, da√ü an vielen Stellen (f√ľr mein Daf√ľrhalten) eher pauschal "dezentrale Systeme" (oder noch schwieriger die Nutzung sehr konkreter Technologien - eben hier PeerTube) gefordert werden, ...

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428
Ich gebe zu, dass ich Deine Bedenken auch nicht genau begreife (weil ich in der Materie auch nicht drinstecke?).
Ich vermute Du meinst: Website und Mailserver selber hosten ist f√ľr die √Ėffis nicht schwer. Aber der ganze Kram, der jetzt √ľber YT, FB und co l√§uft, w√§r deutlich mehr zu tun. Au√üer der Software br√§uchte man Server, Bandbreite, Verf√ľgbarkeit und Regeln f√ľr den Betrieb ... Und Einigkeit untereinander.
@Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428 @Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka
...und dass alle √ĖR-Betreiber Europas √ľber irgendwas einig werden, k√∂nnte schonmal ein bi√üchen dauern. Vor allem wenn manche vielleicht irgendwelche Bedingungen haben, welche Inhalte in welchen L√§ndern von welchen (nicht-)Geb√ľhrenzahlern gesehen werden d√ľrfen.

@Mr_Teatime Nein, was ich eigentlich meinte, ist: Gegen√ľber dem, was die √Ė/R-Mediatheken derzeit schon an Infrastruktur betreiben, bringt konkret so etwas wie PeerTube erstmal keinen offensichtlichen Vorteil. Die Komplexit√§t serverseitig steckt nicht notwendigerweise in der Software, und die Ziele, die ich unter Umst√§nden mit Publikation auf YT verfolge (mehr Reichweite?), erreiche ich mit PeerTube nicht. Damit bleibt erstmal nur Aufwand.

@Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428
Ergibt Sinn. Wir tr√§umen hier von weniger zentralen Diensten, aber ein Sender der Reichweite und "Pr√§senz" sucht, m√ľsste Aufwand betreiben und dann hoffen, dass dann genug Leute r√ľberwandern damit es sich lohnt -- YT zu benutzen ist billiger, und das Publikum ist schon da.

Gleichzeitig haben sie auch ihre eigenen Seiten im www, und was könnte Peertube das die nicht können? (außer mir gefallen...)

@Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Mr_Teatime

warum Fahrrad fahren wenn man eine Auto fahren könnte?

warum regenerative Energie nutzen wenn der Strom doch √ľber Atomkraftwerke viel billiger angeboten wird?

warum Bio Produkte kaufen wenn der Supermarkt doch so viel Anderes bietet?

das lässt sich fortsetzen...

Die Antworten haben mit dem hier diskutierten zu tun. ;-)

@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft

M√∂glich. Und hier wie bei dem anderen Thema sind die "einfachen" Antworten mit gro√üer Wahrscheinlichkeit (vielleicht sogar "Sicherheit") die falschen. ūüėČ Aber "unsere" Standard-Antworten auf diese Fragen skizzieren immer wieder dasselbe Standard-Menschenbild ("bequem", "ignorant", "geizig", "faul", ...), das detaillierter zu hinterfragen wir uns eigentlich nie die M√ľhe machen...

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

sich kann und wird das auch detalliert hinterfragt... sehr oft sorgar

am Ende macht immer das Bewußstein und damit verbunden gewisse Prioritäten den Unterschied...

Zeit muss auch daf√ľr vorhanden sein

Um Entscheidungen treffen bzw. um Abwägen zu können bedarf es einer gewissen Freiheit die auch nicht jedem gegeben ist... und nicht jeder hat die Möglichkeit sie sich zu erarbeiten...

Blase und "einfache" Antworten sind gar nicht nötig...

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft
Ich bin schon l√§nger der Meinung, dass Datenschutz ist in der √∂ffentlichen Wahrnehmung da ist, wo Umweltschutz in den 70ern war: Viel zu aufw√§ndig (nur f√ľr Reiche), oder mit gro√üen Verzicht zu erreichen (nur f√ľr Idealisten), deshalb eine Bremse f√ľr den Fortschritt.

Du musst Sender/Regulierer √ľberzeugen (nicht mich), dass es die Rundfunkgeb√ľhren wert ist und in gro√üem Ma√üstab effizient umsetzbar ist.

@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Mr_Teatime

das mit dem Dezentralen ist gar nicht so einfach genau zu verstehen... ich behaupte mal dass viele die Mastodon ausprobieren es auch nicht wirklich verstehen... solange das so ist werden auch Sender nicht in die P√∂tte kommen... √ĖR ist langsam und selten innovativ...

und laufen mitlerweile eben auch ständig den Quoten hinterher...

@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Mr_Teatime

Regulierer sollte allerdings Dinge unabh√§ngig vom Markt √ľberblicken - tun sie auch machmal... Herr U. Kelber zumindest... aber der kann auch nicht wie er will... Links und Rechts herrscht zuviel Unverstand‚Ķ sprich halt mit deiner Nachbarschaft, mit den Lehrern deiner Kinder und du wirst sehen, sie haben keine Vorstellung wie es anders gehen kann‚Ķ

@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Mr_Teatime

bin aufgewacht und habe an Deine Analogie gedacht:

Umweltschutz in den 70ern = Datenschutz in den 10er

Generationen werden an den Spätfolgen zu tragen haben.

@z428 @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft Ja. Das gilt aber immer. Auch heute. Sowohl bei Umweltschutz als auch bei Digitalpolitik sehe ich die gr√∂√üte √ľberhaupt denkbare Gefahr in der √úberheblichkeit der Annahme, Dinge*absolut* besser zu tun als Vorg√§ngergenerationen. Wir sind bestenfalls"relativ" kl√ľger als unsere Vorg√§nger, aber sicher "d√ľmmer" (im Sinne fehlenden Wissens) als unsere Nachfolger. Genau so sollten wir handeln. ūüėČ

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Ja ‚Äď auch dass gef√§llt mir gut‚Ķ
Überheblichkeit ist wohl immer schlecht… genauso aber auch Ignoranz.

Denn: Wissen kann man auch Dinge, ohne sie im großen nachgewiesen bzw. erfahren zu haben.

Galileo Galilei wusste gewissen Dinge weil er beobachtete und nachgedacht hat bzw. Dinge kombinierte und daraus Schl√ľsse zog. Dass war nicht √ľberheblich, sondern geistreich.

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Das die Erde wirklich eine Kugel ist, und was das bedeutet haben Menschen empirisch einige Jahrhunderte sp√§ter erst nachvollzogen. Wobei Fischer und Seeleute dies auch lange von Galilei erahnten ‚Äď aber eben noch nicht wussten.

Bei ein paar Dingen ist es zu spät wenn man es erst empirisch nachvollzogen hat.. Wenn das Eis der Polklappen geschmolzen ist - ist vielerorts schon Land-unter…

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Folgende w√ľrde ich gerne zur Diskussion stellen:
Sind wir bei der Digitalpolitik nicht in der Situation dass das Wissen a la Galilei zu wenig studiert und erlernt wird, bzw. das schon viel Eis geschmolzen ist und wir aufpassen m√ľssen, dass wir nicht f√ľr eine ganze Weile abzusaufen?

Geist zur√ľck in die Flasche geht nicht‚Ķ es hilft nur Nachdenken und Konsequenz ziehen bevor die uns umsp√ľlenden Fluten uns ganz verschlingen ‚Ķ

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

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@Nachbarschaft Das stimmt schon. Die Frage ist wohl aber auch immer, wie Dinge ankommen. Viele Menschen lassen sich √ľberzeugen. Wenige lassen sich belehren. Das ist oft eine Frage von Kommunikation und Umgang mit anderen Menschen und Standpunkten...

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Entschuldigung es geht nicht um belehren… sonder um die Fragen ob wir in einer ähnlichen Situation sind wie Galilei.
Dein Kommentar suggeriert dass Galilei nur h√§tte besser kommunizieren m√ľssen was der herausgefunden hatte und schon w√§re alles gut gewesen...

@Mr_Teatime @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428
Umweltschutz ist seit Jahrzehnten Konsens (√ľber "wie" und "wieviel" wird gestritten), aber Datenschutz wird oft als nutzlos angesehen.

Mein Motto: "Wir können die Sterne nie erreichen, aber wir richten unseren Kurs nach ihnen". Ich diskutiere lieber idealistisch und sehe dann was sich umsetzen lässt, als nur zu versuchen, das was eh passiert in etwas sinnvollere Bahnen zu lenken -- das täte auch der Umwelt gut.
@Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428 @Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

Kompromisslose Maximalforderungen und √úberheblichkeit sind auch dann nicht hilfreich. Aber √ľber das Ideal nachzudenken und es nach bestem Wissen machbar zu machen gibt Dir eine bessere Marschrichtung als nur kleine lokale Verbesserungen -- die sind nat√ľrlich trotzdem sinnvoll, aber k√∂nnen in Sackgassen f√ľhren.

@Mr_Teatime Das Problem ist aber: Bei der Idee der langfristigen Verbesserung neigen wir dazu, unsere Sicht (Datenschutz, Dezentralisierung,...) sehr zu betonen, und √ľbersehen damit m√∂glicherweise, dass das, was f√ľr uns besser ist, f√ľr sehr viele Menschen erstmal sehr viel aufwendiger und schlechter ist. Ich glaube fest daran: Die @Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka - 1/2

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@Nachbarschaft ... ohne eine Idee zu haben, ob und wie die irgendetwas besser machen. Fakt ist trotzdem: Dezentrale Systeme haben Vorteile, aber auch Nachteile. Um beides sollte man wissen. Und vielleicht ist es auch immer eine gute Herangehensweise, anderen Menschen in den Entscheidungen, die sie treffen, genau so viel Intelligenz und Wissen zuzugestehen, wie man bei sich selbst annimmt - und eben davon auszugehen, daß der Status Quo nicht nur ...

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft ... aus reiner Unf√§higkeit ist, wie er ist, sondern das auch (was ja irgendwo der Ausgangspunkt dieser Diskussion war) auch √Ė/R-Medien m√∂glicherweise gute Gr√ľnde haben, einen Kanal wie YouTube zu bedienen, und da√ü daf√ľr ein Vorschlag wie PeerTube unter Umst√§nden bestenfalls nutzlos ist, schlimmstenfalls von fehlendem Interesse oder Verst√§ndnis f√ľr die Anforderungen zeugt, die hier irgendjemand erf√ľllen m√∂chte. ūüėČ

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

meine sehr konkrete Erfahrung ist - das gorße Insitutionen von PeerTube noch nie gehört haben.

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Wir brauchen eine Modell wie Daten zugänglich gemacht werden können ohne das unschöne Hierarchien entstehen…

Aus fr√ľheren Unterhaltungen wei√ü ich das Dir da andere Dinge vorschweben als die hier praktizierten dezentralen Ans√§tze‚Ķ

Leider werden Deine anderen Ideen nicht konkret und bleiben im theoretischen… deshalb verstehe ich sie nicht…

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Damit möchte ich dezidiert keine Unfähigkeit oder so was unterstellen… Aber bitte werde doch konkret damit wir mitdenken können.

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft Ich sehe drei grundsätzlich verschiedene Probleme, etwa im Blick auf öffentlich-rechtliche Mediatheken:

(a) Depublizierungs-Pflicht. Das ist ein gesetzgeberisches Thema, das löst Software gar nicht. Das ist IMHO das primär zu lösende Problem.

...

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428
Ja, im Bezug auf die √Ėffentlichrechtlichen eine zentrale Frage.
Dazu kommt, dass h√§ufig Inhalte √ľber das Internet aus Lizenzgr√ľnden √ľberhaupt nicht zur Verf√ľgung stehen, nicht einmal im Stream zur Sendezeit. Sehr √§hnlich, wenn in der Tagesschau das Bild zu einem Bericht fehlt.

@Nachbarschaft @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft

...

(b) Aufwand f√ľr Technologie in Hosting und Auslieferung der Medieninhalte "at scale": Storage. Bandbreite. Umrechnen zwischen Video-Formaten. Das ist ein Problem, das nur von der schieren Datenmenge abh√§ngig ist; mit PeerTube wird das nicht kleiner, sondern nur das Werkzeug ein anderes.

...

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft
...

(c) Verbreitung von Plattformen wie YouTube - dort sind die Nutzer, deswegen tun viele Kan√§le (auch solche, die selbst eigene Mediatheken betreiben) ihren Content auch dorthin, um ihn f√ľr die Nutzer in ihrer "gewohnten" Umgebung verf√ľgbar zu machen. Das Problem kann PeerTube auch bestenfalls nur indirekt l√∂sen √ľber den Versuch, kritische Masse dort hin zu bekommen. Es ist ja nicht mal so, da√ü √Ė/R-Inhalte *nur* auf YouTube w√§ren.

...

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft

...

In einer idealen Welt w√§re meine L√∂sung: Die √Ė/Rs haben rechtliche Freigabe, ihre Inhalte zeitlich unbegrenzt global zur Verf√ľgung zu stellen, genug Personal, um die Infrastruktur und das Hosting f√ľr diese Daten zu √ľbernehmen, und stellen Zugriff auf die Daten √ľber ein schnelles Interface (etwa Web) zur Verf√ľgung, idealerweise auch exklusiv (= ohne dass √Ė/R-Inhalte etwa via Netflix ausgespielt werden). Frage: Wozu braucht es ...

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft

... dort so etwas wie PeerTube? In diesem Modell *ist* das schon dezentral genug, weil WWW. Sämtliche kritischen Anforderungen (Storage, qualifiziertes Personal, rechtliche Rahmenbedingungen, ...), die es braucht, sind mit oder ohne PeerTube diesselben. Im Extremfall könnten die Mediatheken selbst ein ActivityPub-Interface in Software bauen und wären dann auch im Fediverse erreichbar, aber selbst die Anforderung sehe ich nicht zwingend.

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Nat√ľrlich w√§re eine eigene AP Implementierung die Wahrscheinlichere und bessere L√∂sung f√ľr PoC etc. sollte Peertube aber reichen. Das Problem welches man hier konkret l√∂sen w√ľrde w√§re die Vereinigung von Inhalten der einzelnen Mediatheken ohne deren Organisationsstruktur grundlegend zu √§ndern. Und dies mithilfe von existierenden Standards zu tun.

@Nachbarschaft @peter @hyperjinx @stefka

@z428
Peertube ist nur ein Beispiel. Es braucht freie Lizenzen f√ľr die Software, OpenSource-Clients f√ľr alle Medienangebote, offengelegte und standardisierte Schnittstellen der Medienserver.
Public Money, Public Code

@Nachbarschaft @sheogorath @hyperjinx @stefka

@peter Dort bin ich sofort dabei. Und zwar in genau dieser Reihenfolge: Offene und standardisierte Schnittstellen > offene Clients f√ľr alle Medien-Angebote > offene Server-Komponenten f√ľr das Hosting.

@Nachbarschaft @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Bequemlichkeit und Ignoranz ist verbreitet ‚Äď von daher k√∂nnte man Schl√ľsse ziehen, warum sich zu k√ľmmern lohn

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft

(Wir sollten in solchen Diskussionen tunlichst auf Begriffe wie "Bequemlichkeit" oder "Ignoranz" verzichten - das scheinen mir zunehmend mehr Kampfbegriffe "unserer" Filterblase zur Handhabung von Menschen, deren genauere Beweggr√ľnde wir nicht kennen oder verstehen wollen. Siehe oben - warum nicht annehmen, da√ü der Gegen√ľber genau so clever ist wie wir und lediglich eine andere Sichtweise und Priorit√§t in den Dingen hat?)

@peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428 @Nachbarschaft @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka
Die Angebote an freier und dezantraler Software sind super, aber irgendjemand muss das ganze auch hosten. Auf welchen Servern soll die PeerTube-Instanzen laufen? Wer bezahlt die Arbeitszeit, die f√ľr Wartung, Updates, Anpassungen der Software an Kundenbed√ľrfnissen ben√∂tigt wird. Wer bezahlt die Server, den Strom, die Infrastruktur? Wer f√§hrt zum zuk√ľnftigen PeerTube-Kunden und erfasst die Bed√ľrfnisse und strickt daraus Software-L√∂sungen?

@z428

Die Urheberrechtlichen Fragen sind genau zu beachten und in der Tat auch bei den √Ėffentlich Rechtlichen nicht Trivial, dennoch landet so manches auf Youtube‚Ķ wenn parallel die √ĖR mal anfangen w√ľrden andere Strukturen zu entdecken bzw. aufzubauen w√ľrde was in Bewegung kommen. Es muss ja auch nicht das ganze Programm so verteilt werden, eben nur das was Publik Domain ist‚Ķ

@datenteiler @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Alle andere Einw√§nde bzw. Probleme technischer art lassen sich mit entsprechender Priorit√§t l√∂sen w√ľrde ich meinen.

@datenteiler @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft Gibt es Inhalte der √Ė/R, die *nur* auf YouTube und nicht in deren eigenen Mediatheken sind?

Falls ja, w√§re das in der Tat ein Problem. Falls nicht, sehe ich die Diskussion, ehrlich gesagt, nicht. Alle √Ė/R-Mediatheken sind dezentral und √ľber Web erreichbar. Mit mediathekviewweb.de/ oder Zapp habe ich auch einen Aggregator dar√ľber. Wof√ľr genau braucht es dort noch PeerTube?

@datenteiler @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@z428

Ja - es gibt sogar Inhalte die nur f√ľr YouTube bzw. tiktok von den √ĖR produziert werden.

@datenteiler @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

@Nachbarschaft

*Dann* ist das ein Punkt, an dem ich auch maule. Genau so wie der Umstand (wie gesagt), dass √Ė/R-Produktionen auf Netflix √ľberhaupt zu finden sind. Aber auch das ist 'was, was nicht urs√§chlich mit PeerTube zu tun hat oder gel√∂st w√§re. Dort braucht es andere, klarere Vorgaben f√ľr das, was √Ė/R sein und tun soll.

@datenteiler @peter @sheogorath @hyperjinx @stefka

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